Die Yamaha CL1 ist das kleinste Pult der CL-Serie: dieselbe Bedienoberfläche, dieselbe Klangbearbeitung und dasselbe Dante-Netzwerkkonzept wie die großen Schwestermodelle CL3 und CL5, aber in einem kompakten Pultgehäuse. Anders als manchmal zu lesen ist die CL1 kein Rack-Mischpult, sondern ein Tischpult. Yamaha hat die Produktion der CL- und QL-Serie im März 2025 eingestellt – dieser Überblick richtet sich daher vor allem an Gebrauchtkäufer und an Nutzer, die ein bestehendes CL-System erweitern. Grundlage sind Herstellerangaben, Händlerinformationen und typische Nutzerberichte.
Die wichtigsten Daten
| Merkmal | Yamaha CL1 |
|---|---|
| Bauform | kompaktes Tischpult (ca. 65 cm breit) |
| Eingangskanäle | 48 Mono + 8 Stereo |
| Busse | 24 Mix + 8 Matrix |
| Fader | 18 |
| Lokale I/O | 8 Eingänge / 8 Ausgänge |
| Netzwerk | Dante integriert (64 × 64) |
| Status | Produktion im März 2025 eingestellt |
Das Konzept: ein kleines Pult für ein großes Netzwerk
Die CL1 hat nur 8 lokale Eingänge und 8 Ausgänge. Die eigentlichen Anschlüsse kommen über Rio-Stageboxen wie die Rio1608-D2 oder Rio3224-D2 im Dante-Netz. Das macht die CL1 zu einem idealen Monitorpult neben einer CL5, zu einem Zweitpult für Nebenbühnen oder zu einem kompakten Hauptpult für Säle mit fester Stagebox-Infrastruktur. Ohne Stagebox ist sie dagegen stark eingeschränkt.
Bedienung und Bearbeitung
Die Oberfläche folgt dem Centralogic-Konzept der CL-Serie: Touchscreen, Selected-Channel-Bereich mit direktem Zugriff auf Gain, EQ und Dynamik sowie Fader-Bänke. Mit 18 Fadern arbeitet man bei 48 Kanälen zwangsläufig mit Layern. Das Premium Rack mit VCM-Modellen, der integrierte Dugan-Automixer und die iPad-App StageMix stehen wie bei den größeren Modellen zur Verfügung. Show-Dateien sind innerhalb der CL-Serie austauschbar, was Verleihern mit gemischtem Bestand entgegenkommt.
Stärken und Grenzen
- Stärken: kompakte Bauform, volle CL-Bearbeitung, nahtlose Integration in bestehende CL/QL-Dante-Systeme, vertraute Oberfläche für viele Techniker.
- Grenzen: nur 8 lokale Ein- und Ausgänge, 18 Fader bei 48 Kanälen, 48 kHz maximal, Produktionsende 2025.
Gebrauchtkauf und Alternativen
Beim Kauf gebrauchter CL-Pulte sollten Motorfader, Touchscreen, Encoder und beide Dante-Ports geprüft und der Firmware-Stand kontrolliert werden; unser Ratgeber zum CL5-Gebrauchtkauf gilt sinngemäß auch für die CL1. Wer ohne Stagebox arbeiten möchte, ist mit einer QL1 besser bedient, die 16 Eingänge und 8 Ausgänge lokal mitbringt (ebenfalls seit 2025 nicht mehr produziert). Für eine Neuanschaffung bietet Yamaha die DM7 Compact mit 72 Kanälen und 32 lokalen Eingängen an – mehr dazu in unserem Artikel zur Yamaha DM7 und im Vergleich DM7 vs CL5. Einen Überblick über alle Klassen gibt unser Mischpult-Kaufratgeber.
Häufig gestellte Fragen
Ist die Yamaha CL1 ein Rack-Mischpult?
Nein. Die CL1 ist ein kompaktes Tischpult der CL-Serie. Für die Anschlüsse nutzt sie Rio-Stageboxen im Dante-Netz, da sie selbst nur 8 lokale Ein- und Ausgänge hat.
Wie viele Kanäle hat die Yamaha CL1?
Die CL1 verarbeitet 48 Mono- und 8 Stereo-Eingangskanäle, mit 24 Mix- und 8 Matrix-Bussen und 18 Fadern.
Wird die Yamaha CL1 noch hergestellt?
Nein. Yamaha hat die Produktion der CL- und QL-Serie im März 2025 eingestellt. Die CL1 ist nur noch gebraucht erhältlich.
Welche Alternative gibt es zur CL1?
Ohne Stagebox eignet sich eine gebrauchte QL1 mit 16 lokalen Eingängen. Für eine Neuanschaffung bietet Yamaha die DM7 Compact mit 72 Kanälen und 32 lokalen Eingängen.
Wo kaufen : Yamaha CL1
| Händler | Warum | |
|---|---|---|
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Quellen — Yamaha CL-Serie, Yamaha QL-Serie, Yamaha DM7, Preise laut thomann.de (Stand September 2026).
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Nützliches Zubehör
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- DI-Box : Radial Pro DI
- XLR-Kabel : Studiospares Plus XLR (5 m)
- Pultleuchte : Littlite 18XR-4-LED
- Studiokopfhörer : beyerdynamic DT 770 Pro (250 ohms)
