Die Yamaha CL5 war über ein Jahrzehnt eines der meistgenutzten Digitalpulte in Theatern, Mehrzweckhallen und bei Verleihern. Die DM7, 2023 vorgestellt, übernimmt ihren Platz im Yamaha-Programm: Yamaha hat die Produktion der CL- und QL-Serie im März 2025 eingestellt. Wer heute zwischen beiden abwägt, vergleicht also ein aktuelles Pult mit einem Gebrauchtgerät. Dieser Vergleich zeigt, was sich tatsächlich geändert hat – auf Basis der Herstellerangaben, der aktuellen Händlerpreise und typischer Nutzerberichte.
Die Eckdaten im Direktvergleich
| Yamaha DM7 | Yamaha CL5 | |
|---|---|---|
| Status | aktuell (seit 2023) | Produktion im März 2025 eingestellt |
| Eingangskanäle | bis 120 | 72 Mono + 8 Stereo |
| Busse | 48 Mix + 12 Matrix | 24 Mix + 8 Matrix |
| Fader | 28 | 34 |
| Bildschirme | 2 Touchscreens (je 12 Zoll) | 1 Touchscreen |
| Abtastrate | bis 96 kHz | 44,1 / 48 kHz |
| Netzwerk | Dante integriert | Dante integriert (64 × 64) |
| Lokale I/O | 32 Eingänge / 16 Ausgänge | 8 Eingänge / 8 Ausgänge |
| Gewicht | ca. 23,5 kg | ca. 36 kg |
| Preis | ca. 27.990 € neu (DM7 Compact ca. 14.490 €) | nur noch gebraucht |
Was die DM7 wirklich besser macht
Mehr Kanäle und Busse: 120 Eingänge und 48 Mix-Busse bedeuten, dass große Musicals, Konferenzen mit vielen Funkstrecken oder Bands mit vielen In-Ear-Mixes ohne Kompromisse auf einer Oberfläche Platz finden. Die CL5 kommt mit 24 Mix-Bussen bei solchen Produktionen schneller an ihre Grenzen.
Zwei Bildschirme: Die DM7 zeigt zwei Ansichten gleichzeitig, etwa Kanalzug und Übersicht oder Monitor-Mix und Szenenliste. Das verändert den Arbeitsfluss spürbar, gerade wenn Front- und Monitormischung vom gleichen Pult kommen.
96 kHz und moderne Bearbeitung: Die DM7 arbeitet mit bis zu 96 kHz und bringt die von Rupert Neve Designs inspirierten Prozessoren, die Yamaha bei der Rivage-Serie eingeführt hat, bereits mit. Bei der CL5 gab es Premium-Rack-Prozessoren (VCM-Modelle), aber keine 96-kHz-Option.
Lokale Anschlüsse: Mit 32 Eingängen und 16 Ausgängen direkt am Pult lassen sich kleinere Produktionen ganz ohne Stagebox fahren. Die CL5 hat nur 8 lokale Ein- und Ausgänge und ist konsequent auf Rio-Stageboxen im Dante-Netz ausgelegt.
Gewicht und Platz: Die DM7 ist deutlich leichter und kompakter – relevant für Verleiher, Transport und enge Regieplätze.
Wo die CL5 weiterhin punktet
Mehr Fader: 34 Fader gegenüber 28 bei der DM7 – wer viel mit physischen Fadern statt mit Layern arbeitet, fühlt sich auf der CL5 wohl.
Verbreitung und Rider: Die CL5 steht in unzähligen Riders, Technikern ist die Oberfläche vertraut, und das Ökosystem aus Rio-Stageboxen, Karten und Show-Dateien ist riesig. Vorhandene Rio3224-D2 oder Rio1608-D2 lassen sich weiter im Dante-Netz nutzen.
Preis: Als Gebrauchtgerät kostet eine CL5 nur einen Bruchteil einer neuen DM7. Die Preise schwanken stark nach Zustand, Firmware-Stand, Kartenbestückung und Zubehör; aktuelle Richtwerte liefern Gebrauchtbörsen und Verleih-Abverkäufe. Worauf man beim Kauf achten sollte, zeigt unser Ratgeber Yamaha CL5 gebraucht kaufen.
Das Risiko beim Gebrauchtkauf
Mit dem Produktionsende ist die CL5 kein schlechteres Pult geworden, aber die Rahmenbedingungen ändern sich: Neue Funktionen sind nicht mehr zu erwarten, und Reparaturen hängen langfristig von der Ersatzteilversorgung ab. Wer eine CL5 kauft, sollte Motorfader, Touchscreen, Encoder und beide Dante-Ports prüfen, den Firmware-Stand kontrollieren und die Servicehistorie erfragen. Für eine Anschaffung, die zehn Jahre halten soll, ist das ein echtes Argument für die DM7.
Die Entscheidung nach Einsatzprofil
- Verleih mit bestehendem CL/QL-Bestand und Rio-Stageboxen: Eine weitere gebrauchte CL5 kann sinnvoll sein, um Rider-kompatibel zu bleiben – mit Blick auf die Ersatzteillage.
- Neuanschaffung für Theater, Halle oder Kirche: DM7 oder DM7 Compact. Mehr Busse, 96 kHz, lokale I/O und Herstellersupport für die kommenden Jahre.
- Kleinere Produktionen mit engem Budget: DM7 Compact (72 Kanäle) oder – außerhalb von Yamaha – ein Allen & Heath Avantis.
- Große Tourneen und Flagship-Produktionen: Hier spielen die Rivage-Modelle PM7 und PM10.
Mehr Details zu den Einzelgeräten finden Sie in unseren Artikeln zur Yamaha DM7 und zur Yamaha CL5; den Vergleich innerhalb der alten Generation liefert CL5 vs QL5.
Häufig gestellte Fragen
Ist die Yamaha DM7 der Nachfolger der CL5?
Die DM7 übernimmt die Rolle der CL- und QL-Serie im Yamaha-Programm, nachdem Yamaha deren Produktion im März 2025 eingestellt hat. Sie bietet bis zu 120 Eingänge, 48 Mix-Busse, zwei Touchscreens und bis zu 96 kHz.
Wird die Yamaha CL5 noch hergestellt?
Nein. Yamaha hat die Produktion der CL- und QL-Serie im März 2025 eingestellt. Die CL5 ist nur noch gebraucht oder als Restbestand erhältlich.
Welche Vorteile hat die CL5 gegenüber der DM7?
Die CL5 hat 34 Fader statt 28, ist in sehr vielen Riders gelistet und gebraucht deutlich günstiger. Vorhandene Rio-Stageboxen lassen sich weiter im Dante-Netz nutzen.
Was kostet eine Yamaha DM7?
Laut thomann.de kostet die DM7 im September 2026 ca. 27.990 €, die DM7 Compact mit 72 Kanälen ca. 14.490 €.
Wo kaufen : Yamaha DM7
| Händler | Warum | |
|---|---|---|
| Thomann Yamaha DM7 | Referenzpreis, 3 Jahre Garantie, Profi-Lager in Europa | Yamaha DM7 bei Thomann → |
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Quellen — Yamaha CL-Serie, Yamaha QL-Serie, Yamaha DM7, Preise laut thomann.de (Stand September 2026).
→ Alle unsere Le-Fader-Bewertungen ansehen
Nützliches Zubehör für Yamaha DM7
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- Schutz / Transport : Thon Premium Flip Case Yamaha DM7
- Passende Stagebox : Yamaha Tio1608-D2
- Netzwerkkabel für Stagebox : Klark Teknik Cat5e Tour-Grade (50 m)
- DI-Box : Radial Pro DI
- XLR-Kabel : Studiospares Plus XLR (5 m)
